Hortkonzept
Pädagogisches Konzept des Horts
In unserer Grundschule „Am Dolmar“ Kühndorf lernen derzeit 84 Kinder, von denen 65 angemeldete Hortkinder von drei Erzieherinnen am Nachmittag betreut werden. Die Grundlage unserer Arbeit ist der Thüringer Bildungsplan. Wir unterstützen und erweitern den Schulvormittag. In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem Konzept der offenen Arbeit.
Unsere Schule hat von 6:30 Uhr bis 16:05 Uhr geöffnet. Bis 7:45 Uhr können die Kinder unter Aufsicht einer Erzieherin frei spielen, danach gehen sie in ihre Klassen und bereiten sich selbstständig auf den Unterricht vor, der 8:00 Uhr beginnt.
Am Nachmittag bilden die Kinder selbst bestimmt ihre Spielgruppen und können entsprechend ihrer Bedürfnisse, Neigungen und Interessen spielen. Unser Außengelände bietet hierfür viele Möglichkeiten.
Ab 11:30 Uhr können die Kinder im Speiseraum Mittag essen.
Je nach Stundenplan und Personal können wir in der Zeit von 11:45 bis 12:35 Uhr wechselnde Aktionen in unseren Hort- oder Turnräumen anbieten. Diese Angebote sind hauptsächlich freiwillig.
Unter Umständen (bspw. bei starkem Regen…) halten sich die Hortkinder im Schulgebäude auf.
Im unteren Bereich des Schulgebäudes stehen uns zwei Räume für die Gestaltung des Nachmittags zur Verfügung. Im hinteren Raum haben wir einen Tischkicker, einen Billardtisch, verschiedene Gesellschaftsspiele, Konstruktionsbausteine, eine Lego-Duplo-Bahn, Puppen… Die Kinder können sich entsprechend unserer abgesprochenen Regeln hier beschäftigen.
Der zweite Raum grenzt an einen Klassenzimmer, deshalb ist er zur ruhigen Beschäftigung eingerichtet. Hier können sie lesen, malen, basteln und ihre Hausaufgaben jederzeit selbstständig erledigen. Nach Absprache dürfen die Kinder sich in den Räumen allein aufhalten. Das setzt voraus, dass sie die jeweiligen Regeln kennen und einhalten. Anderenfalls kann die Erzieherin sie aus dem Raum schicken. Die Hortkinder wissen bei Bedarf immer, wo eine Erzieherin zu finden ist.
Alle Kinder in ihrem Streben nach Unabhängigkeit zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu fördern, ist unser zentrales Anliegen.
Hausaufgaben
Die Hausaufgabenzeit findet von 14:00 Uhr bis 14:45 Uhr statt.
Wer seine Hausaufgaben bis jetzt noch nicht erledigt hat, geht nun in unser Hausaufgabenzimmer, der angrenzende Klassenraum kann ebenfalls genutzt werden. Die Erzieherinnen sorgen für eine angenehme Lernatmosphäre, stehen den Kindern als Ansprechpartner zur Verfügung und geben ihnen Hilfestellung zur selbständigen Erledigung. Ist ein Kind physisch oder psychisch nicht in der Lage an seinen Aufgaben zu arbeiten oder hat zu viel auf, brechen wir ab und informieren die Eltern bzw. Lehrer.
Zusätzliche Lese-und Rechenübungen, das Lernen von Gedichten… sowie die Berichtigung von Arbeiten erfolgt zuhause. Die Erzieherinnen kontrollieren nach Vollständigkeit mittels Hausaufgabenheft, nach Richtigkeit nur stichprobenartig. In letzter Verantwortung liegt die Endkontrolle bei den Eltern.
Freitags bleibt der Hort hausaufgabenfrei.
Die Kinder nehmen ihre Hausaufgaben mit ins Wochenende, so erhalten die Eltern ein konkretes Bild vom Bildungsstand ihres Kindes.
Montag ist bei uns Aktionstag.
Lehrerinnen und Erzieherinnen bieten verschiedene Aktivitäten an. Derzeit sind es:
- Umweltgruppe
- Gesund & Fit
- Fantastisch Kreativ
- Bewegungsspiele
- Digitale Fitness
In diese Gruppen können sich die Kinder frei wählen, bleiben aber verbindlich einige Zeit dabei.
Dienstags können die Kinder mit einer Kollegin häkeln, stricken oder basteln.
Am Ende des Tages möchten wir, dass die Kinder gerne wieder in unsere Schule kommen.
Ferienbetreuung
In den Ferien werden die Kinder ganztags betreut. Ein Ferienprogramm erhalten nur unsere Ferienkinder.
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Rahmenbedingungen
Nach anstrengenden Unterrichtsstunden erholen sich die Kinder bei Spiel, Spaß und Sport. Sie sollen sich im Hort erholen und wohlfühlen und die Lernaufgaben des Unterrichts gewissenhaft erfüllen. Die Erzieherin ist die Ansprechpartnerin der Kinder und auch der Eltern. Sie hält engen Kontakt zu den unterrichtenden Lehrerinnen. Beim Überwinden von Problemen und Konfliktsituationen hilft sie.
Der Hort soll keine Aufbewahrungsstätte sein, unterm Strich darf nur zählen, dass der Tag dem Schulkind Freude bereitet hat.
Pädagogische Ziele und Aufgaben
Schwerpunkte des Hortalltages liegen im gemeinsamen Essen, Spielen, Arbeiten, Vorbereiten von Höhepunkten, Basteln, Ausruhen, Verantwortlichsein für andere und sich selbst und im Erfüllen schulischer Pflichten. Es soll ein Zusammensein auf kameradschaftlicher Basis sein, welches direkt oder indirekt vom Erzieher gelenkt werden sollte. Dies wird in Gesprächen, aber auch in Beschäftigungen beachtet. Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und Respekt im Umgang miteinander sind von allen anzustrebende Ziele.
Die Hausaufgabenanfertigung ist ein wichtiger Eckpunkt unserer Arbeit.
Was wir möchten:
- dass jeder, egal ob Kind oder Erwachsener, über Probleme mit uns spricht.
- dass „Guten Tag“- und „Auf Wiedersehen“-Sagen einfach dazu gehört.
- „Bitte“ und „Danke“ keine Fremdwörter sind.
- dass wir alle respektvoll und freundschaftlich, hilfsbereit und kameradschaftlich miteinander umgehen.
NUR SO KÖNNEN SICH ALLE WOHLFÜHLEN!
Tagesablauf
Nach Unterrichtsende finden sich alle Hortkinder in ihrem Raum ein.
Unsere „Kleinen“ essen anschließend gemeinsam mit ihrer Erzieherin Mittag. Danach beginnt die Freispielzeit, das heißt, die Kinder entscheiden sich selbst für ihre Freizeitgestaltung. Es kann gespielt, gebaut, gemalt oder gebastelt werden. So kann jeder für sich die optimale Erholungsphase finden. Auch gemeinsame Aktivitäten werden in dieser Zeit durchgeführt.
Nach Möglichkeit und natürlich nach Wetterlage halten wir uns anschließend auf unserem großen Freigelände auf. Wir nutzen den Sport- und Spielplatz, die Spielebühne und das übrige Gelände, um den Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden.
Nach ausgiebiger Bewegung sind die Kinder nun in der Lage, sich den Hausaufgaben zu widmen. Hier versuchen wir, diese, den Fähigkeiten der Kinder entsprechend, vollständig und in einer ansprechenden Form zu erledigen.
Ist dies geschafft, stärken sich alle aus der Brotbüchse. Nun bleibt vielleicht auch noch etwas Zeit zum Spielen oder Basteln.
Unser Ziel ist es, dass das Kind am nächsten Tag wieder freudvoll zur Schule geht.

